Willkommen   |   Kontakt   |   Impressum   |   Datenschutz

Nadelbinden

Nadelbinden ist eine uralte Verschlingtechnik, die bereits seit der Steinzeit belegt ist. Im Aussehen ähneln die "Werkstücke" gestrickten oder gehäkelten Objekten. Die bei uns sehr verbreitetete Technik des Strickens ist vermutlich erst im Hochmittelalter durch die Kreuzzüge zu uns gekommen. Häkeln, so wird angenommen ist noch wesentlich Jünger. Nadelgebunden wird mit einer Öhrnadel aus Holz, Knochen, Horn oder aus anderen Material wie zum Beispiel : Metall. Es wird immer nur mit einem begrenzten Stück Faden gearbeitet, daher ist die Technik wesentlich Zeitaufwendiger als zum Beispiel: Stricken, da immer wieder ein neues Stück Faden angesetzt werden muss. Als großer Vorteil ist die Haltbarkeit von Nadelgebundenen zu nennen, es kann sich nicht einfach "auflösen", wenn am Arbeitsfaden gezogen wird. Ein Loch im Nadelgebundenen stellt kein Problem dar und wenn was nicht mehr gefällt / passt kann es einfach "Abgeschnitten" werden und was neues angesetzt werden. Zeitaufwendiges Maschenzählen entfällt und wer ohne Anleitungen, die es inzwischen auch gibt, los legen möchte kann ganz nach "Gefühl" arbeiten. Viele Stiche ermöglichen sehr Variantenreiches arbeiten, und auch die Einarbeitung von Mustern oder Perlen sind möglich. Am häufigsten ist der sogenannte Oslo-Stich an zu treffen, er wird auch in Anfänger-Kursen gerne als Grundstich bezeichnet. Dieser Stich kann als Basis für viele weitere Stiche dienen, und wird meist in der sogenannten Daumenfangtechnik gearbeitet. Die Daumenfangtechnik bietet die Möglichkeit, die neuen Schlingen auf den Daumen zu fangen und so auch die Schlingengröße mittels Daumen zu beeinflussen. Es können auch Stiche in der Freihandtechnik genadelt werden, manche Stiche wie der Dänische Stich gelingen recht leicht und bei manchen anderen Stichen ist es ein wenig kniffliger, und man muss sehr genau hinsehen.

Nadeln zum Nadelbinden

Nadeln zum Nadelbinden

Mützenparade

GEH-Wolle, Stiche von links nach rechts Dalby, Oslo, Korgen

GEH-Wolle, Stiche von links nach rechts Dalby, Oslo, Korgen

Der Tarim / Koptische Stich hier ein Beutelanfang / Wolle GEH-Coburger Fuchs

Der Tarim / Koptische Stich hier ein Beutelanfang. Die Wolle ist vom Coburger Fuchs.

Socken bis unterhalb vom Knie, im Korgen-Stich.