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Färben

Das Kleidung nicht trist und grau sein muss, ist für uns heute selbstverständlich. Unser Bild von der Antike bis in das Mittelalter ist geprägt von der Vorstellung, dass nur die "Obersicht" farbige Kleidung getragen hat. Aber zahlreiche Funde zeigen ein anderes Bild von der Farbigkeit der Vergangenheit. Zwar gab es schon immer eine Beziehung zu bestimmten Farben und der Wichtigkeit des Trägers. Aber mithilfe von Naturfarbstoffen aus Pflanzen, Rinden, Schalen, Wurzeln und Flechten lassen sich eine enorme Vielfalt an Farbtönen gewinnen. Die allermeisten Farbergebnisse liegen im Bereich der Farbe Gelb.Mit Zwiebelschalen zum Beispiel  kann man ein sehr leuchtendes Gelb zaubern, das an Gold erinnert. Aus der Wurzel der Krapppflanze (lat. Rubia tinctoria) läßt sich ein wunderschönes kräftiges Rot färben. Die grünen Walnusschalen färben Wolle Braun. Birkenblätter färben Gelb, aber mit ein wenig Eisen(sulfat) wird die Wolle Grün. Indigo ist neben Krapp und Reseda (Gelb) einer der ältesten Farbstoffe der Menschheit. Es ist ein "Streitfall" in wie weit Indigo schon in der Antike in Griechenland und Rom genutzt wurde. Mit Beginn der Neuzeit hat Indigo mit seiner 30-fach stärkeren Färbekraft, den bei uns lange kultivierten Färberwäid zunehmend verdrängt.

(Quelle: Eberhard Prinz; Färberpflanzen)

Pflanzengefärbte Wolle Indigo / Schafgabe+ Färber-Wau / Krapp

Technik Nadelbinden Oslo-Stich + Dalarna-Stich

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